Auf dieser Seite finden Sie Berichte und Bilder vom aktuellen Schuljahr.

Bustraining, Stadtsäuberungsaktion, Schülersprecherwahl - Aktionen zum Schuljahresbeginn am Hartmanni-Gymnasium

Mit einer ganzen Menge Aktivitäten hat das Schuljahr 2016/17 am Hartmanni-Gymnasium Eppingen begonnen. Neben den über 100 neuen Fünftklässlern begrüßt die Schule fünf neue Kollegen: Gitta Geising (Deutsch, Englisch), Yvonne Jourdan (Deutsch, Biologie), Klaus Bönisch (Mathematik, Physik), Siegfried Schwarzer (Mathematik) sowie ein unsere neue Schulsozialarbeiterin Sabine Jegel.
Damit die neuen Fünftklässler sicher in die Schule und wieder nach Hause kommen, durften sie gleich in der zweiten Schulwoche an einem von der Stadt Eppingen koordinierten und von der Polizei durchgeführten "Bustraining" teilnehmen. Dort lernten sie theoretisch und praktisch, dass ohne Drängeln an den Bustüren alle schneller zu ihrem Sitzplatz und ans Ziel kommen. Der Bus hierfür wurde von BB Omnibusverkehr zur Verfügung gestellt.
Die Achtklässler beteiligten sich unterdessen, wie jedes Jahr, an der Stadtsäuberungsaktion, besser unter dem Namen "Stadtputzete" bekannt. So trugen sie dazu bei, dass Eppingen ein sauberer und lebenswerter Ort bleibt.
Auch die SMV-Arbeit im Schuljahr 2016/17 ist bereits in vollem Gange. Riccardo Ehrenberger wurde bei der Wahl in seinem Amt als Schülersprecher bestätigt. Ihm zur Seite stehen als Stellvertreter Andreas Salinsky, Kim Schröder, Charlotte Ochs und Kevin Langolf. Gemeinsam mit den Verbindungslehrern Timo Massier und Holger Freudenberger werden sie nun beginnen, die SMV-Aktionen für dieses Schuljahr zu planen.

Text: Ines Leitz, Foto: Sebastian Mayer

Bustraining
Die Polizei zeigte den neuen Fünftklässlern, wie Einsteigen in den Schulbus am schnellsten und sichersten funktioniert.

Hartmanni-Schüler Simon Pfeil hautnah bei Olympia in Rio

Der Traum, die Olympischen Spiele einmal hautnah mitzuerleben, wurde für mich diesen Sommer in Brasilien wahr. Gemeinsam mit 49 weiteren Nachwuchssportlern aus über 30 verschiedenen Sportarten aus ganz Deutschland durfte ich, dank sozialem Engagement und sportlichen Erfolgen, Teilnehmer des Deutschen Olympischen Jugendlagers sein. Aufregende und unvergessliche Tage liegen hinter uns. Und für mich steht eindeutig fest, dass die Olympischen Spiele weitaus mehr als nur Goldmedaillen oder neue Rekorde sind.

Wir besuchten verschiedenste Wettkämpfe, die vom Tischtennis bis zum Bogenschießen reichten. Viele Sportarten, wie Rugby oder Golf, waren erstmals olympisch und waren deshalb besonders interessant. Oft mussten wir weite Strecken mit der Metro und dem Bus auf uns nehmen, um die Wettkampfstätten zu besuchen, was sich aber absolut gelohnt hat. Neben dem Zuschauen bei Wettkämpfen besuchten wir auch typische Sehenswürdigkeiten und Orte wie die Christusstatue oder die Copacabana.
Welches ganzheitliche Ziel das Jugendlager verfolgt, wurde mir dann bewusst, als wir uns auch mit den Menschen im Land und deren Kultur und Lebensweisen beschäftigten.
Einblick in die brasilianische Kultur erhielten wir beispielsweise durch Kennenlernen der brasilianischen Kampfkunst "Capoeira", welche wir unter Anleitung selbst ausprobierten. Es handelt sich dabei um eine Kampfkunst, die noch aus der Kolonialzeit Brasiliens stammt. Gemeinsam mit 50 Jugendlichen aus umliegenden Favelas - das sind Armutsviertel Brasiliens - machten wir einen Tag lang gemeinsam Sport und entwickelten in Gruppen verschiedene Ansätze und Modelle, wie Olympische Spiele der Zukunft aussehen könnten, unter dem Aspekt, die Spiele nachhaltiger zu gestalten. Dabei kam man natürlich ins Gespräch und die Jugendlichen erzählten aus ihrer Sicht, wie sie die olympischen Spiele in ihrer Stadt wahrnehmen. Viele verschiedene Sichtweisen wurden deutlich, aber in der Gesamtheit nahmen die Jugendlichen die Spiele der XXXI. Olympiade sehr positiv wahr. Auch wenn wir nicht dieselbe Sprache sprachen und der Übersetzer nicht immer zur Stelle war, verstand man sich doch. Dies zeigt, dass Sport verbindet und die Grenzen von Herkunft und Sprache auflösen kann.
Wie und wo die Jugendlichen leben, konnten wir uns bis dahin nur vage vorstellen. Erst der Besuch bei ihnen zuhause in den Favelas machte uns klar, unter welchen Umständen diese Kinder ihr tägliches Leben bestreiten müssen und dass es keineswegs selbstverständlich ist, wie wir in Deutschland leben. Dieser extreme Unterschied wurde uns verdeutlicht, als wir im Anschluss des Favelabesuches das Deutsche Haus besuchten.
Die Besuche im Deutschten Haus ermöglichten uns den direkten Kontakt zu Athleten und Funktionären der deutschen Olympiamannschaft. Wir erhielten die Möglichkeit, mit dem DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann und den DOSB-Präsidiumsmitgliedern Prof. Gudrun Doll-Trepper, Dr. Petra Tzschoppe und Ingo Weiss kontroverse Diskussionen zu den Themen Dopingproblematik, Dopingprävention und ehrenamtliches Engagement zu führen. Diese und andere Themen aus Sport und Leben rund um Olympia behandelten wir auch in Workshops.
Gegen Ende des Jugendlagers besuchte uns eine Delegation des Sportausschusses des Deutschen Bundestages. Mit den Mitgliedern unterhielten wir uns über den deutschen Sport, die Sportförderung und Zukunft des deutschen Sports.
Ich habe eine unvergesslich erlebnisreiche Zeit in Rio erlebt, die mir vieles mit auf den Weg gegeben und meine Sichtweise auf das größte Sportereignis der Welt verändert hat. Ein großes Dankeschön geht an alle, die mich auf meiner Reise unterstützt haben.

Text und Foto: Simon Pfeil, Massenbachhausen

Simon Pfeil in Rio
Simon Pfeil aus Massenbachhausen durfte am Deutschen Olympischen Jugendlager in Rio teilnehmen

Schulprojekt "Imagine! Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" am 21.-23. Juli 2016

Schülerinnen und Schüler gegen Schubladendenken, Ausgrenzung und Diskriminierung

Während sich an den meisten Schulen eine Woche vor Beginn der Sommerferien ein Gefühl gepflegten Leerlaufs breitmacht, herrschte am Hartmanni-Gymnasium Eppingen vom 21.-23. Juli noch einmal hektische Betriebsamkeit. Grund: ein dreitägiges Schulprojekt mit dem Titel "Imagine! Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage", das über zwei Tage um die 700 Schüler beschäftigte und samstags im Rahmen einer öffentlichen Abschlusspräsentation eine ebenfalls große Anzahl Eltern und weiterer Gäste aus Eppingen und Umgebung zusammenführte.

Das Schulprojekt "Imagine" hatte dabei eigentlich ganz klein begonnen: In einem Arbeitskreis haben sich Eltern, aber auch Schüler und Lehrer zusammengefunden, um der Selbstverpflichtung, die das HGE mit Beitritt zu dem Netzwerk "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" eingegangen ist, mit zusätzlichem Leben zu füllen und sich mit Themen wie Ausgrenzung, Diskriminierung, Abwertung und Rassismus in allen Facetten und Ausprägungen zu beschäftigen. Dabei entstand die Idee, durch die praktische Arbeit mit verschiedenen Medien und Materialien die Beschäftigung mit solchen Themen konkreter zu machen und so die Auseinandersetzung mit diesen anzustoßen. Was zu Beginn als einzelnes Kunstprojekt geplant war, wurde so zum Schulprojekt!

Die konkrete Absicht dieses Projektes war es, in Zeiten zunehmender Intoleranz die Beteiligten dazu anzuregen, bestehende Kategorien infrage zu stellen, auf deren Grundlage Menschen einander Gruppen zuordnen und bestimmte Eigenschaften zuschreiben (also in bestimmte Schubladen stecken), und sich Formen menschlichen Zusammenlebens vorzustellen, die ohne solche Zuschreibungen auskommen – daher auch das Motto "Imagine". Aus diesem Grund war "Imagine" bewusst nicht als herkömmliches multikulturelles Fest konzipiert, da die Schüler_innen eben nicht darin bestärkt werden sollten, sowohl sich selbst als auch ihre Altersgenossen in erster Linie als Vertreter_innen bestimmter klar voneinander abgegrenzter Nationen oder Kulturen zu betrachten.

Vor diesem Hintergrund entstanden zunächst in zwei Tagen Projektarbeit im Rahmen thematisch breitgespannter Workshops u.a. Videospots, Ausstellungen, Kunstwerke und Performances. Ein Projekt befasste sich in Form einer Umfrage mit den familiären Wurzeln von Schülern und Lehrern und förderte dabei zutage, dass sich bei vielen der Befragten innerhalb weniger zurückliegender Generationen ein Migrationshintergrund finden lässt. Ein anschauliches Beispiel dafür, dass Migration eine Grundkonstante menschlicher Existenz darstellt. Neben Begegnungen mit dem eigenen Familienhintergrund ergaben sich auch zahlreiche Gelegenheiten, mit vor Kurzem nach Deutschland geflüchteten Menschen ins Gespräch zu kommen, deren individuelle Geschichten zu erfahren oder sich einfach nur beim gemeinsamen Kochen oder Fußballspielen näher zu kommen.

Höhepunkt des Schulprojekts war das Abschlussfest, das die Schulgemeinschaft nach zwei Tagen intensiver Beschäftigung mit dem gemeinsam erarbeiteten Thema mit ihren Gästen und Besuchern gemeinsam feierte, um einen breiteren Personenkreis an der gemeinschaftsfördernden Idee teilhaben zu lassen.

Zur Eröffnung intonierte die Klasse 5b unter der Leitung von Bernd Söhner John Lennons weltbekanntes Lied "Imagine", das dem Schulprojekt programmatisch seinen Titel gegeben hatte. Vier Redner führten danach aus ganz unterschiedlichen Perspektiven in die Veranstaltung ein. Herr OStD Uwe Wittwer-Gärttner aus Sicht des Schulleiters und Herr Oberbürgermeister Klaus Holaschke für die Stadt Eppingen als Schulträger und gleichzeitig als einer der beiden Paten des Hartmanni-Gymnasiums beim Netzwerk SOR-SMC, gingen auf die - gerade vor dem Hintergrund der Ereignissen der jüngsten Vergangenheit, aber nicht nur diesen - hohe Bedeutung von Werten wie Menschlichkeit und der Achtung der Menschenwürde anderer sowie der Beschäftigung mit den eingangs beschriebenen Themen für das alltägliche friedvolle, vertrauensvolle und positive Miteinander ein im Gegensatz zu Ideologien, die auf der Vorstellung der Ungleichwertigkeit von Menschen basieren. Christoph Rundel, als Sprecher des Arbeitskreises und Vertreter des Elternbeirats, der kurz auf den Werdegang des Schulprojekts einging und den Sponsoren und Spendern für ihre Unterstützung dankte. Außerdem lud er zur Mitarbeit in dem Arbeitskreis ein, der vom Mitmachen und vom dem, was jeder Einzelne an Persönlichkeit, Engagement und Ideen einbringt, lebt. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Riccardo Ehrenberger als Schülersprecher brachte in einer leidenschaftlichen Rede die Botschaft der vergangenen Tage nochmals auf den Punkt: "An unserer Schule ist kein Platz für Rassismus!"

Nach einigen weiteren Präsentationen und anderen kulturellen Darbietungen waren die Besucher eingeladen, die Projektarbeit der einzelnen Klassen in den Klassenräumen, der Aula oder auch unter freiem Himmel zu besuchen. Dabei standen Präsentation, Information, aber auch die Einladung zum Mitmachen oder zum Verweilen und Probieren von kulinarischen Kleinigkeiten auf dem Programm.

Nach zwei Stunden fanden sich alle Besucher in der Aula zu einem Abschluss zusammen, bei dem unter anderem eine Performance mit Einbeziehung der Besucher stattfand und ein Videofilm über die beiden Tage der Projektarbeit vorgeführt wurde. Dieser bestätigte nochmals den Eindruck der Beteiligten, an einem alles in allem sehr gelungenen Projekt zum Schuljahrsende teilgenommen zu haben.

Dank gilt den an der Vorbereitung beteiligten Lehrern, Eltern und Schülern sowie den Firmen, Institutionen und Privatpersonen, die durch ihre großzügige finanzielle Unterstützung die Durchführung des Schulprojekts in dieser Form ermöglicht haben.

Unsere Sponsoren

ASIA Bistro

Ehehalt Architekten und Bauingenieure