Auf dieser Seite finden Sie Berichte und Bilder vom aktuellen Schuljahr.

8. Runde im Austausch zwischen Eppingen und Zichron Ya‘akov

Israelaustausch

Bereits zum achten Mal besuchten 13 Jugendliche aus Zichron Ya‘akov Eppingen im Rahmen des Israelaustauschs. Nach der verspäteten Ankunft und kleineren Problemen am Flughafen kamen alle Gäste gut im Kraichgau an und trafen erstmals ihre Austauschpartner. Am ersten Tag ging es mit dem Zug nach Zuzenhausen, wo auch das schlechte und äußerst regnerische Wetter die Schüler nicht davon abhalten konnte, beim Bogenschießen viele Punkte zu erzielen und sich besser kennenzulernen. Auch ein Besuch des Heidelberger Schlosses durfte natürlich nicht fehlen, wo nach einer kurzen Vermittlung der Geschichte des Schlosses eine lange Fotosession folgte. Am Abend bei der Willkommensparty wurden unsere Gäste von unserem neuen Schulleiter, Herrn Müller, und den Gastgeberfamilien begrüßt, wobei die Eltern für ein köstliches Buffet sorgten.

Die von den Eppinger Teilnehmern organisierte Führung in der Eppinger Altstadt am nächsten Tag verlief erfolgreich und wurde mit einem Mittagessen bei der lokalen Gastronomie abgeschlossen. Daraufhin ging es ans HGE, um an einem Projekt zum Centropa-Film „Zachor“ zu arbeiten, sowie die nötigen Vorbereitungen für die nächsten Tage zu treffen.

Am nächsten Morgen ging es schon früh per Bus ins Elsass, um das ehemalige KZ Natzweiler-Struthof zu besuchen. Nach der Führung fand die traditionelle Gedenkzeremonie statt, bei der die Teilnehmer beider Länder einbezogen waren. Trotz der emotionalen Auseinandersetzung mit diesem traurigen Tiefpunkt deutsch-jüdischer Geschichte war es dennoch gut möglich, die Stimmung durch Freizeit in Straßburg wieder aufzulockern. Durch die Teilnahme am Sukkot-Gottesdienst in einer Synagoge in Straßburg bot sich eine gute Gelegenheit, der jüdischen Kultur näherzukommen und eine leckere Portion Couscous zu genießen.

Nachdem wir die Nacht in der Jugendherberge in Kehl verbracht hatten, fuhren wir am nächsten Morgen in den Schwarzwald, wo wir den 1.250 Meter langen Baumwipfelpfad in Bad Wildbad entlangliefen. Nach einem Workshop zum Märchen „Das kalte Herz“, bei dem Theater und Improvisation gefragt waren, nahm der zweitägige Ausflug auch schon ein Ende und wir fuhren wieder nach Hause. Wie auch an den anderen Abenden trafen wir uns auch diesmal, um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.

Der nächste Tag startete mit dem Besuch von Oberbürgermeister Klaus Holaschke am HGE. Auch er hieß unsere Gäste willkommen und unterhielt sich mit der ganzen Gruppe über wichtige lokalpolitische Themen, wie z.B. die Beziehung zwischen Eppingen und Zichron Ya‘akov. Gleich nach dem Besuch machte die Gruppe sich auf den Weg nach Heilbronn. Einer längeren Freizeit in der Stadt, die hauptsächlich zum Shoppen genutzt wurde, folgte eine Besichtigung des ehemaligen BUGA-Geländes. Auch auf dem Eis beim Schlittschuhlaufen hatten alle Spaß, denn es gab durchaus viel zu lachen.

Den letzten Tag verbrachten wir in Karlsruhe im ZKM mit einer Führung und einem Animationsworkshop, bei dem einige unterschiedliche Kurzfilme entstanden. So neigte sich die Woche ihrem Ende zu und der Abschied nahte, was jedoch die gute Stimmung bei der Abschiedsparty mit allen Teilnehmern und den Gastfamilien nicht beeinträchtigte. Am Donnerstagmorgen verabschiedeten wir uns mit Tränen von unseren neuen Freunden, die uns in dieser Woche sehr ans Herz gewachsen sind, aber freuen uns auch auf das baldige Wiedersehen in Israel.

Der Austausch zwischen Eppingen und Zichron Ya’akov wird unterstützt vom Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch “ConAct”, der Dietmar-Hopp-Stiftung und dem Verein Jüdisches Leben im Kraichgau.

ConAct jlk
Text: Ariana Fedotkina

Der Israelaustausch

Donnerstagabend kommt an der Flug
Gleich darauf mit dem Zug
Von Eppingen bis nach Zuzenhausen,
Bogenschießen – kalt war’s draußen.

Hunderte von Stufen mussten wir laufen,
Schritt und Pause, schnaufen, schnaufen
Der Blick von oben und unten die Stadt,
Alt-Heidelberg schön und wir alle platt.

Eppingen, wer will's schon sehn
Yalla, Yalla, lasst uns gehn.
30 Leute in einem Raum,
Den Sauerstoff merkt man da kaum.

Am nächsten Tag wurde es ernst,
Damit du aus den Fehlern lernst.
Ein bisschen Historie muss sein,
Unsre beiden Länder sie uns teiln.
Emotionale Zeremonie,
Gänsehaut wie noch nie.

In den Bus, die Fahrt geht weiter,
Stimmung wird langsam wieder heiter.
Unzählige Bilder wurden gemacht,
Auf denen sogar manch Lehrer lacht.
Straßburg war toll,
mein Speicher jetzt voll.

Spinnen, Wanzen, Marienkäfer im Zimmer,
Kaum was schlimmer,
Als wenn das Vieh spurlos schwindet
Und man es nicht mehr wieder findet.

Aufstehn, Bett abziehn und grad noch so in time,
Kein Internet, auch kein Amazon Prime.
Deutscher Kulturschock, immer einen schnellen Schritt,
Erkundungsgruppen mindestens zu dritt.

Wo die Englischkenntnisse weichen,
Müssen Sprachpantomime reichen.
In Bad Wildbad wandern mit letzter Kraft,
Höhenangst war hier nicht vorteilhaft!
5 Stunden Schlaf werden zum Standard,
Übermüdet zum nächsten Standort.

Oktoberfest wurde verboten,
Doch wurde uns eine Hausparty in Sulzfeld geboten.
Wasserpong war am Start,
Weil die deutsche Tradition es so mag.

Very fascinating;
Programm: ice-skating
Beim Schlittschuhlaufen ist nicht nur Schnee geflogen,
Denn die Schüler lagen oft auf dem Boden.
Doch Hilfe nahte bald
Als manch jemand gegen die Bande knallt.
Shoppen bis die Tüten fallen,
Das hat sogar den Jungs gefallen.

Zielsicher in Adelshofen treffen wir die Wand,
Ohne dass es jemand kann.
Die Dartscheibe war das Ziel,
Bloß Punkte machten wir nicht viel.

Im ZKM machen wir den ersten Stopp
Mit einem kleinen Stop-Motion-Workshop.
Shoppen steht wieder auf dem Plan,
Weil die meisten noch Geld übrig ham.
Zwischendurch noch ein paar Snacks
Und das stille Wasser jetzt auf ex,
Denn die Bahn, die wartet schon.

It's Wednesday evening and the good bye is as near that we can touch,
But distance means so little,
When friendship means so much.

Liebe: Süße? Bitternis!

Petrarca neu entdeckt: Konzert des Chors Cantiqua rückt italienischen Dichter in den Mittelpunkt

Cantiqua Cantiqua ist ein vorzugsweise a-cappella singender Chor aus der Region Bruchsal/Karlsruhe, der in thematischen Projekten Musik aller Jahrhunderte zu Konzerten zusammenstellt und szenisch zum Erlebnis werden lässt.

Im Konzert „Liebe: Süße? Bitternis!“ am Sonntag, 24. November, 18 Uhr, in der Aula des Hartmanni-Gymnasiums Eppingen geht es um den italienischen Dichter Francesco Petrarca (1304-1374), zusammen mit Dante Alighieri und Giovanni Boccaccio der Begründer der modernen volkssprachlichen Dichtung Italiens. In diesem Konzertprojekt stellt Cantiqua den hierzulande so gut wie unbekannten Dichter als Person und in seinem Werk vor. Als roter Faden dient die Biografie Petrarcas als liebender Mann und Intellektueller in seiner Zeit.

Petrarca wird von Bernhard Dedera verkörpert. In 10 Szenen spielt er den leidenden, liebenden Dichter, der aus seinem Leben berichtet. Dabei werden herausragende Madrigale von de Rore, di Lasso, Gabrieli, Marenzio und Monteverdi zu hören sein, aber auch neue Madrigale im alten Stil von Leo Langer, dem Dirigenten des Ensembles.

Die Dichtungen Petrarcas erzählen von seiner unsterblichen Liebe zu „Laura“, die niemals Erfüllung fand, aber sein ganzes Leben in Freud und Leid bestimmte: „dolce pena“. Wohl keine andere Frau der Geschichte kann eine derartige Fülle an Lyrik zu ihrer liebenden Verehrung ihr Eigen nennen. Aber wurde sie dadurch glücklicher?

Als kleine Überraschung wird in dem Konzert „Liebe: Süße? Bitternis!“ Laura persönlich das Wort ergreifen, so dass sie – vielleicht erstmals in der Geschichte – öffentlich ihre Meinung zu alledem sagen kann. Das Konzert findet in Kooperation mit den »Freunden des Hartmanni-Gymnasiums Eppingen« statt. Der Eintritt zur Veranstaltung beträgt zehn Euro.

Karten können auch online erworben werden: www.cantiqua.de

Vierte Campus-Olympiade der Eppinger Schulen

Campussporttag JPEG

Am 23. Oktober war es wieder soweit: Schülerinnen und Schüler das Hartmanni-Gymnasiums, der Hellberg-Schule der Selma-Rosenfeld-Realschule und der Kraichgauschule kamen auf dem Eppinger Schulhügel zusammen, um sich in sportlichen Wettkämpfen aller Art zu messen. Auch dieses Jahr nahmen wieder alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 6 am Campus-Sporttag teil und trugen so zur Stärkung des Zusammenhalts der Eppinger Schulen bei.
Wie schon in den vergangenen beiden Jahren, wurden die Kinder in bunt gemischte Gruppen, die aus Schülern verschiedener Schulen bestanden, eingeteilt, bekamen einen Ländernamen zugewiesen und sammelten dann an verschiedenen Stationen möglichst viele Punkte. Bei Aufgaben wie dem Wasserlauf, Rasen-Ski, Puzzlelauf oder Partner-Hindernislauf waren Teamwork, Sportlichkeit und Koordination gefragt. Da ohne Kooperation zwischen den Teammitgliedern keine Bestleistungen möglich waren, wuchsen die Teams schnell zu einer Einheit zusammen.
Text: Ines Leitz
Bilder: Elias Binder, Ariana Fedotkina, Joel Geyer

Hartmanni-Schüler informieren über Klimaschutz-Projekte

In Zeiten von „Fridays for future“ ist der Klimaschutz in aller Munde, vor allem bei Jugendlichen. Auch am Hartmanni-Gymnasium Eppingen engagieren sich Schülerinnen und Schüler für mehr Nachhaltigkeit im Schulalltag. Diese Arbeit präsentierten Mitglieder des Nachhaltigkeitsteams am 12. Oktober auch bei der Eröffnung der Klimaarena in Sinsheim.

Betreut wurden die Schülerinnen und Schüler verschiedener Klassenstufen von ihren Lehrerinnen und Lehrern Peter Schneider, Georg Kirchgeßner, Claudia Böhm, Viola Schulz und Ellen Kiefer. An einem Stand wurden die Maßnahmen und Projekte präsentiert, die am Hartmanni-Gymnasium bereits durchgeführt werden, um Umwelt und Klima zu schützen. So wird an der Schule bereits auf Mülltrennung geachtet und es gibt in jedem Klassenzimmer eine eigene Kiste für Papier, welches dann recyclet wird. Außerdem wird ein Schulgarten angelegt und regelmäßig findet ein Repair Café statt, in dem kaputte Gerätschaften repariert werden, statt neue zu kaufen. Auch das Verkaufsangebot des Hausmeisters wurde klimafreundlicher gestaltet, indem auf weniger Verpackungsmaterial und gesündere Varianten geachtet wurde. In Kooperation mit der Stadt Eppingen wird auch unter anderem daran gearbeitet, Radwege in Eppingen auszubauen, damit mehr Schülerinnen und Schüler dazu angeregt werden, klimaneutral mit dem Rad zur Schule zu fahren.

Vor Ort gab es auch eine Mitmach-Aktion für die Besucher der Klimaarena, nämlich das Projekt „Hans im Glück“. Dieses war in ähnlicher Form bereits letztes Jahr am Hartmanni-Gymnasium durchgeführt worden. Auch in Sinsheim hatten die Besucher nun die Gelegenheit, eigene gute Vorsätze in Sachen Nachhaltigkeit auf einen Zettel zu schreiben und diese dann an große Stoffbahnen zu pinnen. Ob man dabei kleine Vorhaben wie den Umstieg von Einwegflaschen auf wiederbefüllbare Trinkflaschen verewigte oder größere Vorhaben wie den Verzicht auf Flugreisen oder das Auto, blieb jedem Einzelnen überlassen. Am wichtigsten war es, jeden Teilnehmer zum Nachdenken dazu anzuregen, wie sich Nachhaltigkeit im eigenen Alltag realisieren lässt. Zur Erinnerung an die guten Vorsätze bekam jeder Teilnehmer ein Armband, das im Alltag als Gedächtnisstütze dienen sollte. Viele Besucher zeigten sich begeistert von dieser Aktion. Auch Lehrer anderer Schulen informierten sich am HGE-Stand darüber, wie vielleicht auch an ihrer Schule auf mehr Nachhaltigkeit geachtet werden kann. So kann der Nachhaltigkeitsgedanke hoffentlich auch über das HGE hinaus bald Früchte tragen.

Text: Ines Leitz

Hartmanni-Schüler auf Austausch in Bemmel

Bemmel-Austausch

Vom 23.-28. September war es für 17 Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen des Eppinger Hartmanni-Gymnasiums endlich soweit: Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Corina Kienle und Ines Leitz fuhren sie zum Austausch in den niederländischen Ort Bemmel in der Nähe von Arnhem. Zuvor hatten die 11 Mädchen und sechs Jungen ihre Partner bereits per E-Mail, Instagram und WhatsApp kennengelernt. Trotzdem war die Aufregung vor dem ersten realen Treffen natürlich groß. Doch nach einer herzlichen Begrüßung durch die Partnerschüler, ihre Eltern und den Klassenlehrer Jori van de Worp war die Stimmung gut und die Austauschteilnehmer voller Vorfreude auf eine spannende Woche.

Die Eppinger Jugendlichen erwartete ein abwechslungsreiches Programm. Unter anderem besuchten sie den Unterricht in der Partnerschule, dem OBC Bemmel, und konnten erfahren, wie der Schulalltag dort aussieht. Im Kunstunterricht stellten die Austauschteilnehmer auch unter Anleitung ein individuelles Souvenir her: In Anlehnung an die berühmte niederländische Porzellanmalerei „Delfts Blauw“ gestalteten sie einen Porzellanteller mit eigenen Motiven in blauer Farbe.

Kanutour Bei Ausflügen nach Amsterdam und Nijmegen erkundeten die Schülerinnen und Schüler in gemischten deutsch-niederländischen Teams bei einer selbst vorbereiteten Tour und beim Geo-Caching die niederländischen Großstädte. Sportlicher wurde es bei einer Fahrrad- und Kanutour durch die Region Betuwe. Beim Kanufahren war vor allem Koordination und eine gute Kommunikation zwischen den deutsch-niederländischen Partnern gefragt. Der Höhepunkt der Woche war jedoch die Grillparty mit Rugby-Coaching, bei der die deutschen und niederländischen Jugendlichen, zwischen denen mittlerweile Freundschaften entstanden waren, ihre gemeinsame Zeit feierten. Der Abschied am Bahnhof am Samstagmorgen fiel dementsprechend schwer. Nach einer Woche hatten viele sich gerade erst eingelebt, da ging die Reise schon wieder nach Hause. Doch die Teilnehmer des Austausches können sich bereits auf den Rückbesuch der Niederländer in Eppingen freuen, welcher im März 2020 stattfinden wird.

Text: Ines Leitz

Effects

Effects

Im Kraftfeld zwischen Ich und Gruppe: Es beginnt als eine Mutprobe: Um zur Gruppe zu gehören, muss Adam Blätter essen, er wird geschlagen, und zu guter Letzt soll er oben auf dem Hügel über ein Gitter balancieren. Adam gehorcht, rutscht ab und stürzt in einen metertiefen, dunklen Schacht. Unwahrscheinlich, dass er den Aufprall überlebt hat. Eigentlich war es ja nicht so gemeint, doch passiert ist passiert. Jetzt geht es nur noch darum, heil aus der Sache herauszukommen. Um die eigene Beteiligung am Unfall zu vertuschen, entwerfen die Jugendlichen das Profil eines imaginären Täters. Gänzlich unerwartet findet die Polizei wirklich einen Mann, auf den die Beschreibung passt…

„Encore!“ ist eine Theatergruppe, die von ehemaligen Mitgliedern der HGE English Drama Group gegründet wurde. Ihre erste Produktion führt sie an ihre alte Bühne zurück. Effects beruht auf einem Theaterstück von Dennis Kelly aus dem Jahr 2007. Die Aufführung beginnt um 19 Uhr in der Aula des Hartmanni-Gymnasiums. Der Eintritt ist frei. Die Spenden gehen an die Technik-AG des HGE.

Impressionen von der Studienfahrt nach Berlin mit der J2

164 Fünftklässler am HGE begrüßt

neuneFuenfer

Am Donnerstag, dem 12. September, war es wieder soweit: 164 neue Fünftklässlerinnen und Fünftklässler wurden am Hartmanni-Gymnasium begrüßt. Bei der Feier in der Aula der Schule hieß der neue Schulleiter Ulrich Müller die Fünftklässler herzlich willkommen und wurde auch selbst von der gesamten Schulgemeinschaft mit Applaus empfangen.

Die frischgebackenen Gymnasiasten wurden in sechs Klassen eingeteilt und duften auch gleich ihre Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer kennenlernen: Viola Schulz, Elena Dänekamp, Marion Exner, Claudia Böhm, Christoph Rutsch und Tobias Sersch. Um den neuen Schülerinnen und Schülern den Einstieg am Hartmanni-Gymnasium so leicht wie möglich zu machen, hat das Hartmanni-Gymnasium das Konzept der „weichen Landung“ entwickelt. Dabei verbringen die Fünftklässler die ersten drei Tage an der neuen Schule im Klassenverband mit dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin. So haben sie genügend Zeit, um sich gegenseitig und die Schule kennenzulernen.

Die Eltern der neuen Fünfer hatten im Anschluss an die Begrüßungsfeier die Gelegenheit, beim Elterncafé in der Mensa ins Gespräch zu kommen. Ein besonderer Dank gilt hier dem Elternbeirat sowie den Eltern der Klasse 6, die mit einem Kuchenbuffet für das leibliche Wohl sorgten.

Neben den neuen Fünftklässlern und dem neuen Schulleiter Ulrich Müller begrüßt das HGE auch einige zurückgekehrte Kolleginnen und Kollegen: Katharina Butz, Deike Paßura, Laura Noll und Jessica Schallmeier unterrichten nach ihrer Elternzeit wieder am HGE und Bernd Söhner ist zurück aus einem Sabbatjahr. Des Weiteren sind Christine Ott und Johannes Welter nun fester Teil des Kollegiums.

Text: Ines Leitz
Bilder: Alexander Berchtold

Stiftung ,Humanismus heute’ / Landeswettbewerb ,,Alte Sprachen”

Die Themen des 38. Landeswettbewerbs ,,Alte Sprachen” 2020 sind jetzt online! Detaillierte Informationen auf der Homepage der Stiftung: https://www.humanismus-heute.uni-freiburg.de/taetigkeiten/las Wer zu den Hintergründen des Landeswettbewerbs und den Erfolgen unserer Schüler im Jahr 2019 Näheres erfahren möchte, findet im Folgenden einen ausführlichen Bericht:

Landeswettbewerb ,,Alte Sprachen” - ein Brückenschlag zwischen Antike und Moderne

Alte Sprachen

Eine schon über mehr als 20 Jahre währende, höchst erfolgreiche Tradition am HGE wurde auch von den Schülern des Schuljahres 2018/19 fortgesetzt: Mit ihrer Teilnahme am Landeswettbewerb ,,Alte Sprachen” der Stiftung ,,Humanismus heute” haben sich Sophie Widmann, Ulrich Haug, Alexander Johl und Josua Kugler für das Wettbewerbsjahr 2019 besonderen Herausforderungen gestellt.
So bearbeiteten sie in wochen-, zum Teil monatelanger Arbeit jeweils zwei Texte unterschiedlicher lateinischer Autoren, die von der Stiftung vorgegeben werden: Texterschließung, Literaturrecherche, Einarbeitung in korrektes Zitieren und schließlich die Erstellung der gesamten Arbeit in Form eines wissenschaftlichen Aufsatzes - all dies neben dem normalen Unterricht und der Bewältigung von Klausuren zu leisten, dazu sind Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen vonnöten. Dabei helfen natürlich der Dialog mit den betreuenden Lateinlehrerinnen. Aber auch die hieraus resultierenden Ergebnisse müssen immer wieder eingearbeitet werden. Kein leichtes Unterfangen also! Aber ,per aspera ad astra’: Unsere Schüler befassen sich damit schon mit Arbeitsweisen, die andere erst im Studium mühsam erlernen müssen.
Entsprechend darf die Arbeit nach einer Präsentation wie beim Seminarkurs auch als ,Besondere Lernleistung’ für das Abitur angerechnet werden.

Im Wettbewerbsjahr 2019 entschieden sich Ulrich, Alexander und Josua für das Thema ,,Römische Herrschaft”. Hier waren Ausschnitte aus Vergils Aeneis und Tacitus’ Agricola zu vergleichen. In besonderem Maße wurde hier deutlich, wie sich noch heute die schon vor 2000 Jahren angewandten Strategien zur Begründung von Imperialismus wiederfinden lassen.
Sophie widmete sich als einzige dem Thema ,,Muße - aus staatsphilosophischer Sicht.” Schon der sperrige Titel lässt erkennen, dass im Vergleich zweier Texte von Cicero und Seneca akribische Einarbeitung nötig war. Sophie meisterte diese Aufgabe hervorragend und konnte mit ihrer Vertiefung in die philosophischen Hintergründe auch ungemein für die Alltagsarbeit im Latein-Unterricht profitieren.

Drei unserer Schüler konnten die Jury von ,,Humanismus heute” mit der Qualität ihrer Arbeiten sogar so überzeugen, dass sie zur zweiten Runde, bestehend in der Anfertigung einer Klausur, zugelassen wurden.
Neben den Buchpreisen winkte auch eine Teilnahme an verschiedenen Seminaren im Kloster Neresheim. Der besondere Reiz dieser interdisziplinären Seminare besteht darin, dass man im Kreise Gleichgesinnter über den Tellerrand schulischer Fächerkanons hinausblicken darf. Alexander nahm die Herausforderung an und erarbeitete eine ganze Woche lang das Thema ,Potentialität’ aus Texten von Denkern wie Aristoteles, Kant, Goethe, Nietzsche und vielen anderen.
Es bleibt zu hoffen, dass auch die Schüler kommender Jahrgänge die Herausforderungen des Wettbewerbs annehmen im Wissen, außergewöhnliche Erfahrungen sammeln zu dürfen!

Text: S. Popst

Abirede 2019