Auf dieser Seite finden Sie Berichte und Bilder vom aktuellen Schuljahr.

Der Schulgarten wächst und gedeiht

Schulgarten

Das Nachhaltigkeitsprojekt, Codename „Dachgarten“, das durch die florierende Schulgarten-AG unter der Leitung von Frau Max-Bach und Herrn Kaminski langfristig angegangen wird, kann einen weiteren Wachstumsschritt vermelden. Nachdem auf dem potentiell auserwählten Grundstück zunächst die Fläche durch Herrn Kaminskis Kunstprojekt mit einer Klasse 10 in Form eines Kunstkorbes, der zwischen der Ästhetik eines Objektes und der Funktion als Hochbeet transzendiert, markiert wurde, konnte das leblose Grundstück wiederbelebt werden. Hier findet unter anderem auch „Ralph die Kartoffel“, das offizielle Maskottchen der Garten-AG, seine Behausung. Mehrere Hochbeete wurden platziert und der Garten blühte immer mehr auf. Doch es fehlte noch an Bäumen, um zum einen in Zukunft von Früchten profitieren zu können, zum anderen Verschattung für die sonnenintensiven Sommer zu bieten.
Am Freitag, den 23.11. kamen zur freundlichen Unterstützung Herr Dieter Eilers, Umweltbeauftragter der Gemeinde Ittlingen und sein kompetenter Freund und Kollege zu Besuch ans HGE. Sie spendeten drei Apfelbäume und halfen den Mitgliedern der Garten-AG durch tatkräftige Unterstützung bei der Bepflanzung, natürlich nicht ohne ihnen auch nützliche Tipps für die Pflege der Apfelbäume und des Gartens im Großen und Ganzen zu geben.
Die nächsten Projekte werden nicht lange auf sich warten lassen.

Text und Bilder: Yannick Antritter und die Schulgarten-AG

Politisches Theater gegen Rassismus und Diskriminierung

Noughts & Crosses

Sephy und Callum wachsen in einer gespaltenen und von Rassismus geprägten Gesellschaft. Auf der einen Seite stehen die privilegierten „Crosses“, zu denen Sephy gehört, auf der anderen Seite die benachteiligte Unterschicht der „Noughts“, zu denen Callum zählt. Als sich die beiden Teenager ineinander verlieben, erfahren sie am eigenen Leib, wie brutal die Wirkmacht von Vorurteilen und Diskriminierung sein kann. Dies ist die Ausgangssituation des Theaterstücks „Noughts & Crosses“, welches auf dem gleichnamigen Roman von Malorie Blackman basiert und von der English Drama Group des Hartmanni-Gymnasiums am 30. November in englischer Sprache auf die Bühne gebracht wurde.
Gespielt wurden sämtliche Rollen von den diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten, welche sich zum Ziel gesetzt hatten, mit den Einnahmen aus der thematisch passenden Aufführung die neu gegründete „Courage-AG“ des Hartmanni-Gymnasiums zu unterstützen, die sich gegen Rassismus und Diskriminierung einsetzt.
Und tatsächlich gelang es der English Drama Group, mit ihrem Schauspiel Denkprozesse über diese komplexen Themen anzustoßen: Wie steht es eigentlich in der Realität um die vielgepriesene „Chancengleichheit“? Kann ein Vertreter aus der privilegierten Schicht überhaupt jemals wirklich nachempfinden, wie schwer es eine diskriminierte Gruppe hat? Und wieso können wir Menschen solch arbiträre Gruppeneinteilungen wie die der Noughts und Crosses nicht endlich hinter uns lassen? - Wie absurd diese Gruppeneinteilung und daraus folgende Segregation ist, zeigt sich besonders durch die Regie-Entscheidung der beiden Drama Group-Verantwortlichen Elena Nowitzki und Kai Schelle, Noughts und Crosses lediglich durch einen aufgemalten weißen Kreis bzw. ein schwarzes Kreuz auf der Wange voneinander zu unterscheiden. Eine winzige Äußerlichkeit entscheidet in der Welt von „Noughts & Crosses“ also über Chancen im Leben, obwohl beide Gruppen sich ansonsten in ihrer Menschlichkeit doch kaum unterscheiden. Dass unsere reale Gesellschaft dabei keinen Deut besser ist als die auf der Bühne, ist die bittere Erkenntnis des Abends.
Die Ungerechtigkeit dieses systematischen Rassismus brachten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler mit großer Emotionalität auf die Bühne. Vor allem Rejana Rempfer als Sephy und Nils Grode als Callum trugen das Stück durch die glaubhafte Darstellung von aufrichtiger Liebe und Verzweiflung angesichts der äußeren Umstände. Am Ende bekam die English Drama Group daher auch einen langen und verdient euphorischen Applaus und viele Spenden für die „Courage-AG“. Diese kann nun hoffentlich einen kleinen Teil dazu beitragen, dass wir unsere Mitmenschen nicht mehr als Noughts und Crosses, sondern einfach als Menschen ansehen.

Text: Ines Leitz
Bilder: Corina Kienle

Auftakt der Theatersaison am Hartmanni-Gymnasium:
Noughts & Crosses

Noughts & Crosses Plakat

Callum McGregor und Persephone Hadley, kurz Sephy genannt, sind seit ihrer Kindheit die besten Freunde. Immer wieder wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt, denn sie wachsen in einer Gesellschaft auf, die in Crosses und Noughts unterteilt ist. Die Crosses, abfällig auch als „Daggers“ bezeichnet, sind die führende Schicht, der alle Türen offen stehen. Sephy ist eine von ihnen, ihr Vater ist sogar Deputy Prime Minister. Callum hingegen ist ein Nought, ein Mensch zweiter Klasse, der dennoch an seinen Träumen und Wünschen festzuhalten versucht. Er kämpft um Anerkennung und Akzeptanz und wird doch nur als „Blanker“ – als Niemand wahrgenommen. Sein älterer Bruder Jude kämpft mit allen Mitteln gegen das System und für die Befreiung der Noughts.
Je älter Sephy and Callum werden, desto mehr wird ihnen klar, dass ihre Gefühle füreinander weit über die einer normalen Freundschaft hinausgehen. Aber wie sollen ein Nought und eine Cross zusammen sein, wenn es keinen Winkel auf der Welt zu geben scheint, in dem das möglich ist? Keinen Menschen, der nichts daran auszusetzen hätte? Sephy und Callum versuchen dennoch um ihre Liebe zu kämpfen. Doch in einer Gesellschaft, in der es nicht einmal Freundschaften unter Noughts und Crosses geben darf, scheint ihre Beziehung dazu verurteilt zu sein, kein gutes Ende zu nehmen.
Zum Auftakt der Theatersaison am Hartmanni-Gymnasium präsentieren die Abiturienten der English Drama Group die Bühnenversion von Malorie Blackmans Bestseller-Roman aus dem Jahr 2001. Die Veranstaltung findet in der Aula der Schule statt. Beginn der Vorstellung ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, alle Spenden kommen der neugegründeten Courage-AG der Schule zu gute.

„Ist es okay, mein Kind Alkohol probieren zu lassen?“ – Eltern stellten Fragen zum Thema Alkohol und Prävention beim „Klartext reden!“-Workshop im Hartmanni-Gymnasium in Eppingen

Im Rahmen der bundesweiten Initiative „Klartext reden!“, die sich mit dem Thema Alkoholprävention in Familien befasst, fand am 20. November 2018 ein Eltern-Informationsabend am Hartmanni-Gymnasium (Eppingen) statt. Eltern von Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 8, 9 und 10 erhielten von Diplom-Psychologin Susanna Hartmann-Strauss Informationen und Tipps zum Umgang mit Alkohol in der Erziehung.
Eine brennende Frage betraf das Thema Probiererfahrungen unter Aufsicht der Eltern: Die Eltern waren teilweise unsicher, wann und ob es überhaupt OK ist, die Kinder zu Hause einmal probieren zu lassen. Diplom-Psychologin Susanna Hartmann-Strauss riet dazu, den Konsum – und sei es auch nur ein Schluck – möglichst lange hinauszuzögern. Auf diese Weise gewöhnen sich Jugendliche nicht an den Geschmack. Zur Orientierung verwies die Referentin auf die Altersgrenzen des Jugendschutzgesetzes: 18 Jahre für Spirituosen und spirituosenhaltige Getränke und 16 Jahre für Bier, Wein und Sekt. Jugendliche ab 14 Jahren dürfen zwar in Begleitung und mit der Erlaubnis der Eltern Bier, Wein und Sekt sowie bier- und weinhaltige Mischgetränke konsumieren, doch sollten Eltern immer auf die Ausnahmesituation hinweisen, damit der Konsum in diesem Alter keine Normalität wird.
Auch über den eigenen Konsum machten sich die Eltern Gedanken: Wie kann ich ein gutes Vorbild sein, wenn ich doch selbst gelegentlich Alkohol trinke? In dieser ambivalenten Rolle benötige es klare Erklärungen, die sich jedes Elternteil selbst überlegen müsse, erklärte Susanna Hartmann-Strauss. Wichtig seien frühzeitige, offene Eltern-Kind-Gespräche zum Thema Alkohol, in denen die Eltern ihr Wissen über die Wirkung von Alkohol altersgerecht weitergeben. Dabei müsse den Kindern erklärt werden, warum alkoholhaltige Getränke erst ab einem bestimmten Alter konsumiert werden sollen. Hierzu bekamen die Eltern beim Workshop viele nützliche – auch medizinische – Argumente an die Hand.
uf diese Weise erarbeiteten sich die Anwesenden im Dialog praxisnahe Erziehungstipps. Dieses Ziel verfolgt die Initiative „Klartext reden!“ seit ihrer Gründung im Jahr 2005 durch den ‚Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung’ des BSI (Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e.V.) in Kooperation mit unabhängigen Wissenschaftlern und dem BundesElternRat. Den kostenlosen Eltern-Workshop können alle Schulen und interessierte Eltern in Anspruch nehmen. Zudem bietet die Initiative die begleitende Broschüre „Klartext reden! – Gesprächsleitfaden für Eltern zum Thema Alkohol“ an sowie den Internetauftritt www.klartext-reden.de mit einem integrierten Online-Training für Eltern (www.klartext-elterntraining.de).

Unterstützung für das Hartmanni-Gymnasium

Wenn am Hartmanni-Gymnasium ein Kind aus Geldmangel nicht auf eine Klassenfahrt oder einen Austausch fahren kann, gibt es einen Ansprechpartner und Helfer, der finanzielle Unterstützung leistet – den Freundeskreis. Dieser Verein, der bereits 1981 gegründet wurde, befindet sich nun im Umbruch. In der Mitgliederversammlung, welche am 13. November am Hartmanni-Gymnasium stattfand, gaben sich die Mitglieder nicht nur einen neuen Vereinsnamen, sondern besetzten durch Wahl auch zahlreiche Ämter neu.
Künftig hat der alte, etwas sperrige Vereinsname „Verein der Freunde und Förderer des Eppinger Gymnasiums“ ausgedient und der Verein wird nur noch als „Freundeskreis Hartmanni-Gymnasium Eppingen“ bekannt sein.
Auch in den Verantwortungspositionen des Vereins fand ein regelrechter Umbruch in Form eines Generationenwechsels statt. Dieter Oberländer, jahrelang Vorsitzender des Vereins, trat zurück und machte Platz für seine frühere Stellvertreterin Christine Glünz-Muth, die nun das Amt der Vorsitzenden übernimmt. Unterstützt wird sie vom neuen zweiten Vorsitzenden Dominik Kovacic-Voß. Auch Kassenwart Dr. Karl Weiß gab sein Amt ab, welches künftig von Peter Schneider übernommen wird. Schriftführer Bernd Weyrauch wurde abgelöst von Beate Horsinka. Als Beisitzer traten Rechtsanwalt Rolf Schäfer, Renate Eichler und Roland Schölch zurück. Der neue Beirat besteht aus Angelika Grade, Rechtsanwalt Sven Höpp, Kerstin Mohl-Holaschke, Dagmar Heitlinger und Tanja Schüller. Als Ansprechpartnerinnen im Kollegium des Gymnasiums und Vermittlerinnen zwischen Schule und Verein agieren Susanne Ruff und Marion Exner.
Der Schwerpunkt des Freundeskreises liegt auf der Förderung von Schülerinnen und Schülern bei Klassenfahrten und Austauschen. Jedoch werden auch Arbeitsgemeinschaften, Wettbewerbe, Abiturpreise, Kunstprojekte sowie andere schulische Belange unterstützt. Beispielsweise stellte der Verein 15.000€ für die Ausstattung der Schulaula mit Beamer und Leinwand zur Verfügung. Auch die Installation der Schulhofskulptur unterstützte der Verein und wirkte darüber hinaus, wie bei so vielen Schulveranstaltungen, auch bei der Organisation und Durchführung der Einweihungsveranstaltung tatkräftig mit. Finanziert wird die Arbeit des Freundeskreises hauptsächlich durch Mitgliedsbeiträge, aber auch durch Spenden von Bildungspartnern und ehemaligen Schülern des Gymnasiums.
„Wir schätzen am Freundeskreis vor allem die schnelle und unbürokratische Hilfe, die er uns zur Verfügung stellt“, sagt Schuleiter Uwe Wittwer-Gärttner. „Dies bedeutet mehr Flexibilität für die Schule.“

Text: Ines Leitz

Jolina-Marie Berendt-Krüger ist beste Vorleserin

Sozialtraining

Auch dieses Jahr wurde am Hartmanni-Gymnasium im Rahmen des Vorlesewettbewerbs wieder der beste Vorleser oder die beste Vorleserin aller sechsten Klassen gesucht. Aus fünf Parallelklassen hatten sich zuvor zehn Klassensiegerinnen - in diesem Jahr ausschließlich Mädchen - im klasseninternen Vorentscheid qualifiziert, welche nun vor der gesamten Klassenstufe gegeneinander antraten.
Am meisten überzeugen konnte bei der Schulausscheidung Jolina-Marie Berendt-Krüger aus der Klasse 6b. Die Kandidatinnen lasen zunächst eine vorbereitete Textstelle aus einem selbstgewählten Buch, dann wurde den Schülerinnen der ihnen unbekannte Roman „Elefanten sieht man nicht“ von Susan Keller vorgelegt, aus dem sie spontan vorlasen. Jolina-Marie überzeugte die Jury, die aus den Deutschlehrern und -lehrerinnen der Klassen 6 bestand, vor allem durch den beeindruckenden Vortrag dieses Fremdtextes, den sie auf Anhieb mit sinngebender Betonung und passenden Figurenstimmen vorlas. Jolina-Marie wird nun als Schulsiegerin das Hartmanni-Gymnasium beim Kreisentscheid in Heilbronn vertreten.
Der Vorlesewettbewerb wird seit 1959 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet. Den bisher größten Erfolg feierte das Hartmanni-Gymnasium 2013/14, als Nils Löffler baden-württembergischer Landessieger wurde und zum Finale nach Berlin reiste.

Text: Ines Leitz, Bild: Ines Leitz

Hartmanni-Kollegium auf Entdeckungsreise in Israel

Jedes Schuljahr findet am Hartmanni-Gymnasium Eppingen ein Schüleraustausch mit der israelischen Stadt Zichron Ya’akov statt, an welchem Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 im Rahmen des Seminarkurses Israel teilnehmen können. Doch obwohl eine so gute Partnerschaft zwischen den beiden Schulen besteht, war Zichron Ya’akov für einen großen Teil des Kollegiums am HGE kaum mehr als der Name einer tausende Kilometer entfernten Stadt, über die und deren Menschen und Kultur man doch recht wenig wusste. Das musste sich dringend ändern, befand Israel-Seminarkurs-Leiter Alan Götz und organisierte kurzerhand eine Israelreise für seine Kolleginnen und Kollegen. Die Reise, welche in den Herbstferien stattfand, erfreute sich regen Interesses: Insgesamt 34 Kolleginnen, Kollegen und Ehemalige sowie deren Partnerinnen und Partner machten sich auf den Weg ins „Heilige Land“.
Innerhalb von fünf Tagen bekam die Reisegruppe das volle Programm Israel geboten: Vom kosmopolitischen Tel Aviv ging es über das antike Caesarea und Zichron Ya’akov zur Hafenstadt Haifa und von dort aus weiter an den See Genezareth und zu den Golanhöhen im Norden des Landes. Daraufhin führte der Weg durch das Westjordanland nach Süden zu der beeindruckenden Festung Masada und zum Toten Meer, bevor am Ende der Reise schließlich die Hauptstadt Jerusalem besucht wurde. Während der fünf Tage konnten die Reisenden nicht nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes bestaunen, sondern hatten auch Gelegenheit, mit Israelis ins Gespräch zu kommen, so beispielsweise bei einem Mittagessen bei einer drusischen Familie und natürlich beim Besuch der Partnerschule in Zichron Ya’akov, wo die deutschen Besucher bei einer Tour durch die Schule einen Eindruck davon bekamen, wie Schule in Israel funktioniert. Für eine ordentliche Portion interessanter geschichtlicher, religiöser und politischer Hintergründe sorgte Reiseleiter Maurice, der als christlicher Israeli auch eine spannende persönliche Perspektive auf das manchmal gelungene, manchmal aber auch konfliktgeladene Zusammenleben zwischen den vielen Religionen in seinem Land lieferte.
Letztendlich bleiben von der Reise eine Menge vielfältiger Eindrücke und ein besseres Verständnis dafür, wie die Menschen in Israel leben und was es bedeutet, in einem Staat zu leben, dessen Grenzen keineswegs von allen anerkannt werden. Am Ende waren sich alle einig: Eine Reise nach Israel ist auf jeden Fall lohnenswert und eine persönliche Bereicherung – für Lehrer ebenso wie für Schüler.

Text: Ines Leitz

Gemeinsam gegen Mobbing und für ein soziales Miteinander

Sozialtraining

Seit dem vergangenen Schuljahr gibt es am Hartmanni-Gymnasium für Klassen der Unterstufe das sogenannte Sozialtrainung, ein Konzept mit welchem ein gutes Klassenklima gefördert und Mobbing-Fälle präventiv verhindert werden sollen. Schülerinnen und Schüler dürfen dabei während eines Workshops in „Lobbriefen“ und „Wunschbriefen“ an ihre Klassenkameraden formulieren, was ihnen an deren Verhalten bereits gut gefällt und was sie stört. Gemeinsam mit dem Klassenlehrer und den Sozialtrainerinnen wird dann an Möglichkeiten gearbeitet, wie störende oder verletzende Verhaltensweisen zukünftig vermieden werden können. Dabei stehen die sieben Tugenden Respekt, Ehrlichkeit, Mut, Ernsthaftigkeit, Selbstkontrolle, Verlässlichkeit und Mitgefühl im Mittelpunkt. Die Klasse einigt sich auf Zielvereinbarungen und konkrete Maßnahmen und in regelmäßigen Abständen wird immer wieder überprüft, wie gut es mit der Einhaltung der neuen Verhaltensregeln schon klappt. Durch die engmaschige Betreuung und Erfolgskontrolle, sollen so Störungen im Klassenklima direkt behoben werden, bevor sie eskalieren.
Viola Schulz, Musik- und Geografielehrerin am HGE, brachte das Konzept des Sozialtrainings an die Schule und bekam bald tatkräftige Unterstützung von Schulsozialarbeiterin Sabine Jegel, welche eine umfangreiche Fortbildung zum Thema Sozialtraining besuchte. Da eine solche Fortbildung jedoch sehr teuer ist, war das Hartmanni-Gymnasium auf finanzielle Unterstützung seiner Partner angewiesen. Die Volksbank Kraichgau und die Baugenossenschaft Eppingen stellten je 500€ für die Fortbildung von Schulsozialarbeiterin Jegel zur Verfügung und machten diese damit erst möglich. Anton Varga, Vorstand der Baugenossenschaft, lobt die Idee des Sozialtrainings: „Wer stört, holt sich Anerkennung über Negatives. Jetzt kann er sich seine Anerkennung wieder über Positives holen. Wenn das gelingt, ist das toll. Langfristig profitieren wir davon alle.“ Auch Gerald Barth von der Volksbank ist von dem Konzept angetan und kann sich durchaus eine längerfristige Zusammenarbeit vorstellen. Schulleiter Uwe Wittwer-Gärttner möchte das Projekt Sozialtraining nämlich gern weiter ausbauen: „Es gibt weiteren Bedarf an Ausbildung. Wir möchten neben Frau Schulz und Frau Jegel gerne ein zweites Sozialtrainingsteam aufbauen und auch einen männlichen Trainer ins Team bringen.“ Zukünftig könnte man dann die Arbeit direkt in Klasse 5 beginnen, noch bevor ein Mobbingfall überhaupt erst auftritt.

Text: Ines Leitz, Bild: Ines Leitz

Dritte Campus-Olympiade der Eppinger Schulen
Gemeinsam Sport treiben

Wenn Schülerinnen und Schüler das Hartmanni-Gymnasiums, der Hellberg-Schule der Selma-Rosenfeld-Realschule und der Kraichgauschule gemeinsam auf dem Eppinger Schulhügel Sport treiben und sich in Wettkämpfen messen, dann ist es wieder soweit: Der jährliche Campus-Sporttag findet statt! Auch dieses Jahr nahmen wieder alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 6 daran teil und trugen so zur Stärkung des Zusammenhalts auf dem Campus bei.
Wie schon in den vergangenen beiden Jahren, wurden die Kinder in bunt gemischte Gruppen, die aus Schülern verschiedener Schulen bestanden, eingeteilt, bekamen einen Ländernamen zugewiesen und sammelten dann an verschiedenen Stationen möglichst viele Punkte. Bei Aufgaben wie dem Wasserlauf, Rasen-Ski, Puzzlelauf oder Partner-Hindernislauf waren Teamwork, Sportlichkeit und Koordination gefragt. Da ohne Kooperation zwischen den Teammitgliedern keine Bestleistungen möglich waren, wuchsen die Teams schnell zu einer Einheit zusammen.
„Es ist toll, Leuten aus anderen Schulen kennenzulernen“, findet Hannah aus dem Team Iran, die auf das Hartmanni-Gymnasium geht. Ihre Klassen- und Teamkameradin Melike stimmt ihr zu: „Die Campus-Olympiade macht Spaß, weil es viel um Teamwork geht.“ Pascal aus der Hellbergschule mag ebenfalls besonders, „dass wir alles gemeinschaftlich machen“. Auch seine Teamkollegin Vanessa von der Selma-Rosenfeld-Realschule genießt die Zusammenarbeit mit neuen Leuten, die sie vorher nicht kannte, und ergänzt: „Außerdem macht es auch Spaß, Sport zu machen, und es ist gut für die Gesundheit!“
Am Ende sicherte sich das Team Kolumbien mit den meisten Punkten den Sieg. Doch die beste Leistung war an diesem Tag nicht das Wichtigste, denn schon das Olympische Motto lautete ja „Dabei sein ist alles!“ Und wer dabei war und dazu noch neue Freunde gefunden hat, der ist der wahre Sieger der dritten Eppinger Campus-Olympiade.

Text: Ines Leitz, Bilder: Alexander Berchtold

Jugendaustausch Eppingen – Zichron Ya‘akov

Auch in diesem Schuljahr findet wieder der seit 2012 bestehende Jugendaustausch zwischen Eppingen und der israelischen Stadt Zichron Ya‘akov statt. So trafen am Sonntag, den 30.09., wieder 13 Schülerinnen und Schüler mit zwei Lehrerinnen in Eppingen ein. Nachdem jeder seinen Austauschschüler begrüßt hatte, mit dem er natürlich schon vorher in Kontakt getreten war, wurde der Nachmittag in den jeweiligen Gastfamilien verbracht. Der Abend wurde durch eine Willkommensparty mit den Gastfamilien im evangelischen Gemeindehaus in Eppingen abgerundet. Um sich innerhalb der Gruppe besser kennenzulernen, ging es am nächsten Morgen nach Zuzenhausen zum Bogenschießen im Erlebniszentrum Mühle Kolb. Außerdem stand ein gemeinsamer Besuch des Heidelberger Schlosses und Studentenkarzers sowie anschließend Freizeit zum Essen und Shoppen in der Altstadt auf dem Programm. Der darauffolgende Dienstag wurde in Eppingen verbracht. Morgens wurde mit einer Projektarbeit in der Schule zum Centropa-Film „Zachor“ begonnen, der das Thema des Holocaust in der Region behandelt. Danach lud Oberbürgermeister Klaus Holaschke ins Rathaus ein, wo unter anderem die Frage einer Städtepartnerschaft zwischen Zichron Ya'akov und Eppingen diskutiert wurde. Nach einer kurzen Stärkung in der Mensa des Schulcampus wurde den Israelis in einer von den Eppinger Schülern selbst vorbereiteten Führung die Stadt gezeigt, insbesondere die Orte, die vom früheren jüdischen Leben in Eppingen zeugen. Der gemeinsame Besuch des ehem. Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof in Frankreich am nächsten Tag war für die meisten der in emotionaler Hinsicht intensivste Moment bei der Auseinandersetzung mit der deutsch-jüdischen Geschichte in dieser Woche. Die ernste Stimmung wurde jedoch durch Freizeit und ein gemeinsames Flammkuchenessen in Straßburg wieder aufgelockert. Die Nacht wurde in der Jugendherberge Schloss Ortenberg verbracht, von wo es am nächsten Morgen früh zu einem Workshop im Nationalpark Schwarzwald weiterging. Nach der Rückkehr nach Eppingen wurde der Abend wie gewohnt gemeinsam in der großen Gruppe verbracht. Am Freitag sollte nach einem Besuch im ZKM in Karlsruhe den deutschen Schülern im Rahmen einer Shabbat-Zeremonie in der Alten Synagoge in Steinsfurt die jüdische Religion und Kultur etwas nähergebracht werden. Den Samstagvormittag nutzte man, um bei sonnigem Wetter auf die Heuchelberger Warte zu wandern und dort die Aussicht zu genießen. Am Abend kamen alle Teilnehmer und Gastfamilien noch einmal in den Räumlichkeiten des Eppinger Figurentheaters zusammen, um dort den Abschluss einer viel zu schnell vergangenen Begegnungswoche zu feiern. Am nächsten Tag wurde der letzte Vormittag noch einmal in den Gastfamilien verbracht, bevor die Schüler sich schweren Herzens von ihren Austauschpartnern und neu gewonnenen Freunden verabschieden mussten, die nun zurück nach Israel flogen. Nun blicken wir auf eine intensive und eindrucksvolle Woche zurück, die es uns ermöglicht hat, Jugendliche einer anderen Nation und Kultur kennenzulernen und die bestehenden Unterschiede, aber besonders auch die vielen Gemeinsamkeiten festzustellen, und freuen uns jetzt schon sehr auf das Wiedersehen in Israel im April.

Bericht: Saskia Grasl & Helen Rickert

Hartmanni-Schüler auf Austausch im niederländischen Bemmel
Welkom in Nederland!

In der letzten Septemberwoche war es für 19 Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen des Eppinger Hartmanni-Gymnasiums endlich soweit: Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Corina Kienle und Ines Leitz ging es auf Austausch in den niederländischen Ort Bemmel.
Zuvor hatten die 13 Mädchen und sechs Jungen bereits per E-Mail und WhatsApp Kontakt zu ihren Partnern aufgenommen und sich kennengelernt. Trotzdem war die Aufregung vor dem ersten realen Treffen natürlich groß. Doch nach einer herzlichen Begrüßung durch die Partnerschüler, ihre Eltern und den Klassenlehrer Jori van de Worp waren die meisten Sorgen und Bedenken weggewischt und die Vorfreude auf die gemeinsame Woche stieg.
Die Eppinger Jugendlichen erwartete ein abwechslungsreiches Programm. Unter anderem besuchten sie den Unterricht in der Partnerschule, dem OBC Bemmel, und konnten erfahren, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen einer deutschen und einer niederländischen Schule bestehen. Bei Ausflügen nach Amsterdam und Nijmegen erkundeten die Schülerinnen und Schüler in gemischten deutsch-niederländischen Teams bei einer Selfie-Tour und beim Geo-Caching die niederländischen Großstädte. Körperlich anstrengender wurde es bei einer Fahrrad- und Kanutour durch die Region Betuwe. Das Wetter spielte dabei wunderbar mit und die spätsommerliche Sonne sorgte sogar für einige sonnenverbrannte Gesichter und freiwillige Sprünge ins Wasser. Der Höhepunkt der Woche war dann die Abschluss-Grillparty, bei der die deutschen und niederländischen Jugendlichen, zwischen denen mittlerweile Freundschaften entstanden waren, ihre gemeinsame Zeit feierten. Der Abschied am Bahnhof am nächsten Morgen fiel dementsprechend schwer. Doch die Teilnehmer des Austausches können sich bereits auf den Rückbesuch der Niederländer in Eppingen freuen, welcher im April 2019 stattfinden wird.

Text: Ines Leitz

Lucca Kümmerle und Josua Kugler erreichen bei IPhO eine Weiterleitung

Lucca Kümmerle (JgSt1) und Josua Kugler (JgSt2) haben an der 1. Runde der Internationalen Physikolympiade 2018 (IPhO) sehr erfolgreich teilgenommen! Dabei mussten vier fordernde physikalische Aufgaben theoretisch gelöst und teilweise noch experimentell überprüft werden. Sie erzielten dabei so viele Punkte, dass sie beide eine Weiterleitung in die 2. Runde erhalten. Diese besteht in einer Klausur, die bundesweit am selben Tag geschrieben wird.

Der neue Papierkorb am HGE

Alles, was man über den neuen Papiermülleimer am HGE wissen muss, gibt es hier: